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Kreativität im SM


Ademar

Empfohlener Beitrag

Ich wollte immer ein Piercing von meinem früheren Master . Aber da ich nur Fahrrad fahre , habe ich es gelassen . Mein Master lebt ja auch nicht mehr .
  Gerade eben, schrieb f2mBondageToy:

Ich wollte immer ein Piercing von meinem früheren Master . Aber da ich nur Fahrrad fahre , habe ich es gelassen . Mein Master lebt ja auch nicht mehr .

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Es wäre auf jeden Fall eine dauerhafte Erinnerung geworden. Wobei es ja auch s. g. Männersattel gibt...

Das wäre so der erste Gedanke bei mir, wie könnte man das auch Alltagstauglich gestalten.

  vor 38 Minuten, schrieb Ademar:

Es wäre auf jeden Fall eine dauerhafte Erinnerung geworden. Wobei es ja auch s. g. Männersattel gibt...

Das wäre so der erste Gedanke bei mir, wie könnte man das auch Alltagstauglich gestalten.

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Ich brauche Frauensattel für meinen Hintern :) aber coole Idee . Vielleicht finde ich ja einen neuen Master ...

@jackXjacqueline

Das Hinterfragen, wer was und warum macht, ist, meiner Meinung nach, eine negative Entwicklung. Es wird häufig unterstellt, das macht der oder die doch nur, um noch einen draufzusetzen.

Das Gefühl kann man auch bekommen, wenn man manches liest. 

Bei mir ist es eine unsägliche Neugierde gewesen, die mich auch heute noch antreibt. Und ja, dabei geht es auch um höher, weiter und schneller.

Das sehe ich aber nicht negativ und meine "Opfer", die haben es auch nicht so empfunden.

Bis ich die 'großen' Schritte gewagt habe, ist viel Zeit vergangen. Erst als ich mir sicher war, in meinem Denken und auch dem Machen, habe ich die nächsten Schritte unternommen. 

Oftmals initiiert durch eine neue Partnerin, durch die sich mir neue Perspektiven eröffnet haben. Oder durch Beobachtungen anderer, die etwas besonderes und spannendes machten und unsere Neugierde geweckt wurde. 

Ein ganzes Leben BDSM, mit den Dingen die man nur kennt? Das ist nicht meins.

Das ist der Blick über den Tellerrand. 

Was kann ich tun?

Wie weit kann ich gehen? Damit meine ich nicht, Grenzen meiner Sub zu überschreiten.

Es gibt definitiv Dinge, die ich, selbst wenn Sub darum betteln würde, nie machen werde.

Aber es gibt Grauzonen und die sind spannend und lehrreich.

Das erste 'Spiel' mit einem Mann, eine wichtige Erfahrung für mich. Wie kann ich damit umgehen, denn mir fehlt jeglicher sexueller Bezug zu Männern. Diese Session war eine grandiose Erweiterung meiner Möglichkeiten. 

Der Klinikbereich? Habe ich mich drin erprobt und festgestellt, daß gibt mir nichts.

Ich habe keine Ahnung wieviele Jahre du schon insgesamt BDSM praktizierst. Bei mir sind es schon einige und ich sehe es als natürliche Entwicklung an, Dinge neu zu bewerten, zu verändern und zu erweitern. 

Das ist mein Weg, der nicht für andere gelten muss.

Ich käme nicht auf den Gedanken, eine Session filmisch festzuhalten. Auch wenn es bestimmt seinen Reiz hätte. Selbst Fotos gibt es nur ganz wenige von den Sessions. Zum Beispiel von Nadlungen oder Bilder die mir meine Subs mal gegeben haben, von den Spuren, den Zeichnungen. Alles darf seinen Platz im Kopf bei mir haben, das reicht mir für mein Kopfkino.

 

 

(bearbeitet)
  vor 3 Stunden, schrieb Ademar:

Das Hinterfragen, wer was und warum macht, ist, meiner Meinung nach, eine negative Entwicklung. Es wird häufig unterstellt, das macht der oder die doch nur, um noch einen draufzusetzen.

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Das Hinterfragen hat bei mir zwei Aspekte.

In erster Linie ist es etwas persönliches. Ich hinterfrage mich selbst, reflektiere meine Handlungen, um meine eigene Entwicklung kritisch zu begleiten. Um den inneren Kompass zu eichen, um zu sehen, ob meine eigene Richtung noch stimmt, welchen Weg ich beschritten habe und ob ich diesen weiter verfolgen möchte. Das ist das, was ich in meinem Beitrag zum Ausdruck bringen wollte, herauszufinden, worum es mir selbst geht.

Zum anderen hinterfrage ich aber auch meine Mitmenschen und wüsste nicht, was verwerflich daran sein sollte. Für mich geht es dabei darum, den anderen zu verstehen, was andere antreibt und warum sie die Dinge tun, die sie tun. Und das erstmal völlig wertfrei. Wenn ich eine Meinung dazu äußere, dann ist diese sachlich begründet und spiegelt meinen Standpunkt wieder, über den der andere nachdenken kann, sofern er denn möchte. Negativ wird es für mich erst dann, wenn versucht wird, dem anderen aus den so gewonnenen Erkenntnissen einen Strick zu drehen, z.B. in dem man die Sachebene verlässt, Dinge unterstellt die man argumentativ nicht belegen kann, moralisiert und den Menschen damit abwertet. Das ist beispielsweise das, was ich im Forum hier sehr häufig beobachte.

Um ein kurzes Beispiel zu geben, was ich meine: Anton und Berta fangen sachlich eine Diskussion über das für und wieder von Atomenergie an. Anton ist strikt dagegen, Berta sieht das Ganze etwas differenzierter und weniger ablehnend. So weit, so gut. Irgendwann im Verlauf der Diskussion bemerkt Anton: "Berta, dir ist wohl die Verstrahlung meiner Enkel völlig gleichgültig." Was ist hier passiert? Eine Moralisierung, die das Gespräch von der Sachebene entfernt und auf Berta lenkt. Plötzlich geht es nicht mehr um das für und wieder der Kernenergie, sondern um den Menschen Berta, dem durch diese Aussage eine ganz bestimmte Charaktereigenschaft zugeschrieben wird. In diesem Fall soll sie als rücksichtsloser, wenn nicht gar als Unmensch erscheinen. Die Toleranz gebenüber Berta, die Dinge völlig anders zu sehen als Anton, bleibt dabei auf der Strecke. Es geht nicht länger darum, zu diskutieren, sondern anzuklagen. Das ist das, was man als Moralisierung bezeichnet.

Tut mir Leid, wenn das jetzt etwas weit vom Thema abging, aber es war mich wichtig, diesen Umstand einmal zu skizzieren. Vielleicht auch als Vorschlag, gewisse Themen und deren Verlauf hier im Forum rein aus Neugierde mal aus dieser Perspektive zu betrachten.

  vor 3 Stunden, schrieb Ademar:

Bei mir ist es eine unsägliche Neugierde gewesen, die mich auch heute noch antreibt.

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Das ist auch bei mir so. Letztlich hätte ich ohne diese Neugierde viele Dinge gar nicht entdeckt von denen ich heute weiß, das sie mir Spaß machen und mich erfüllen. Die Neugierde zieht bei mir erst den Kürzeren wenn es sich um Dinge handelt, die sie nicht im Geringsten wecken. Im BDSM ist bei mir ein Beispiel dafür KV oder Erbrochenes.

 

  vor 3 Stunden, schrieb Ademar:

Ich käme nicht auf den Gedanken, eine Session filmisch festzuhalten. Auch wenn es bestimmt seinen Reiz hätte. Selbst Fotos gibt es nur ganz wenige von den Sessions. Zum Beispiel von Nadlungen oder Bilder die mir meine Subs mal gegeben haben, von den Spuren, den Zeichnungen. Alles darf seinen Platz im Kopf bei mir haben, das reicht mir für mein Kopfkino.

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Das lasse ich gern so stehen. Das ist, in Bezug auch auf meinen Beitrag, ein schönes Beispiel dafür, wie unterschiedlich Vorlieben und Praktiken sein können. Es wäre ja auch langweilig, wenn wir in dieser Hinsicht alle gleich agieren würden und dieselben Vorstellungen hätten.

Die Idee mit der Varianz erwähnte ich im Übrigen auch unter dem Gesichtspunkt, dass mir Menschen begegnet sind, die in ihrer Entwicklung irgendwann vermeintlich an ein gefühltes Ende geraten sind und dann etwas hilflos wirkten. Als Vorschlag warf ich dann immer in den Raum, erstmal das Vorhandene zu nehmen und zu schauen, wie man es neu denken könnte. Vielleicht entsteht daraus wieder etwas Neues. Und bevor man den Bogen überspannt erachte ich es als klug, sich vorher zu fragen, ob man dies tun sollte, nur weil man es kann.

bearbeitet von jackXjacqueline
Korrekturen

@jackXjacqueline

Es ist ja nicht so, das ich die Motivation der Leute nicht auch hinterfrage. Man neigt nur sehr schnell dazu, jemandem zu unterstellen, das es nur um den Eindruck nach außen hin geht.

In die Falle bin ich auch schon getappt, mit dem Gedanken, was soll das denn jetzt? Angeber, Idiot, Beifallhascher usw.

 

Als Anfänger Dom, da habe ich auch unglaublich stark auf meine Außenwirkung geachtet. So wie du es beschreibst, das ihr bei euren Aufnahmen schon Wert auf Ästhetik und auch auf den Ausdruck und Körpersprache achtet, korrigiere mich wenn ich falsch liege,  nämlich mehr als bei einer Session ohne Kamera, so war ich auch sehr bedacht, immer eine gute Figur abzugeben.

Das hat auch gedauert, bis ich mich von einigen Attitüden befreit habe. 

Man nimmt aber auch automatisch eine andere Körpersprache und -spannung an, wenn man in einer Session ist.

Wenn ich  dann heute schaue, eine Session sehe, bei der Vordergründig für das Publikum gespielt wird, flammt der Gedanke schnell bei mir wieder auf. Ich ertappte mich bei meinen Vorurteilen.

 

Und ja, wir BDSMler sind nich gefeit vor dem moralisieren und verurteilen. Das erleben wir hier täglich im Forum. Es gab Themen die ich veröffentlicht habe, da kam die 'Keule' gefühlt ganz schnell.

 

Und etwas tun, nur weil man es kann? Ich denke, da kommt die eigene Ethik mit ins Spiel. Ich weiß was ich kann und ich weiß auch, damit könnte ich einige Leute total überfordern. Mach ich das also? Nein.

Wenn ich jemanden treffe, eine Sub die ausgeprägt Maso ist und entweder die nötige Neugierde mitbringt oder ihre Erfahrungen hat, die besonderen Neigungen hat, dann ist das ein großer Mehrwert. Aber jemanden irgendwie, gegen deren eigene Vorstellungen zu etwas nötigen oder manipulieren? Das ist ein Verbrechen in meiner Wahrnehmung. 

Das ist vielleicht auch ein Grund dafür, das es für mich komplizierter ist einer Frau zu begegnen, die mich ergänzt und umgekehrt.

Das macht jetzt das nächste Fass auf, Kompromisse eingehen und vielleicht auch mal auf etwas verzichten

Klar, das kann ich und ich verstehe auch die Notwendigkeit. Aber ich habe auch meine Grenzen klar abgesteckt, weiß was mir wichtig ist und somit reduziert sich halt auch automatisch die Auswahl an passenden Partnerinnen.

Ich schweife ab...

 

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