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Öffentliche Demütigung - Public Disgrace


ja****

Empfohlener Beitrag

  vor 25 Minuten, schrieb MissCurious:

Ich denke aber bei öffentlicher Demütigung nicht an Nacktheit - denn so wie du davon erzählst, ihr seid damit fein und findet die Leute sollten lockerer sein - findet ja gar keine tatsächliche Demütigung statt.

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Doch. Das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun. Wenn ich eine nackte Frau sehen würde oder auch einen nacken Mann (sollte es nicht mit sexuellen Handlungen verbunden sein) wäre das für mich nicht schlimm. Je nach Kontext wäre ich sogar interessiert. Bei diesen Kink Videos hätte ich zugeschaut und evtl. sogar mitgewirkt, wenn es erlaubt wäre. Aber selbst nackt sich präsentieren ist nochmal was ganz anderes. Für mich wäre es erniedrigend und demütigend. Selbst als man mich nicht gesehen hat, war es demütigend nackt z.B. draußen spazieren zu gehen oder mitten auf dem Weg zu knien. Es sind aber auch sehr schöne Fotos dabei entstanden. Die Ästhetik spielt bei uns eben auch eine große Rolle. Es ist nicht nur BDSM, Demütigung, sondern auch Kunst. Zumindest für uns.

 

Ich finde es ehrlich gesagt schade, dass obwohl mein Herr darum gebeten hatte, die moralische und rechtliche Bewertung außen vor zu lassen, es hier nur darum geht und nicht um die Vorliebe selbst. Mich würde interessieren, könntet ihr euch draußen vor anderen nackt präsentieren und wenn ja was würde das mit euch machen? Wäre es erniedrigend, würdet ihr euch schämen? Würde es euch sogar erregen? Oder geht das gar nicht für euch?

  vor 49 Minuten, schrieb Seilfuchs:

Ich unterscheide hier zwischen BDSM Öffentlichkeit (Events und Co.) wo Konsens(!) hierzu existiert, zumindest indirekt oder direkt weil die Veranstaltung dazu ausgelegt ist. Es wird damit gerechnet, dass BDSM Handlungen oder Sex oder oder passieren können.
Sowie öffentliche Öffentlichkeit, wo Menschen, die das gar nicht kennen, die minderjährig sind, die das überhaupt nicht sehen wollen und überhaupt nicht einmal im Ansatz Konsens gegeben haben - und da sehe ich solche Handlungen als Tabu, wenn nicht sogar ggf. gefährlich für die BDSM Szene an - wir sind gesellschaftlich nicht so weit und ich finde Konsens sehr wichtig, dass hat weder mit prüde sein etwas zu tun noch mit sonst was... Wenn es nicht gerade im Rahmen eines Bondage Picknicks passiert (keine Nacktheit, keine sexuellen Handlungen, keine BDSM Praktiken wie Schlagen usw.) passiert, dass eh abgesprochen ist, sogar mit der Polizei war hier schon Kontakt. Oder im Rahmen eines CSDs oder vor den Türen einer Messe wie die Obscene, wo halt dann auch entsprechend Leute entlang laufen (und selbst hier wird darum gebeten, sich doch etwas überzuziehen bezüglich Nacktheit und Co.) empfinde ich es als nicht mehr tragbar, soweit ich das jetzt auch verstanden habe, ist es sogar eine Grauzone und kann doch durchaus in Richtung Erregung öffentlichen Ärgernisses gehen, mache hierzu allerdings keine entgültige Aussage, bei Bedarf schaue ich, ob ich meinen Notizen hierzu zu dem Vortrag wiederfinde. Hier gibt es auch starke geschlechtsspezifische Unterschiede...

Ich habe im Shibari Kontext sogar ein richtig blödes Erlebnis gemacht und da war das Projekt "Kunst" definitiv im Vordergrund, wir wollten eigentlich ein Bild machen, eine Person pöbelte und schrie uns an. Da wären Kinder, die das sehen könnten und sie wird die Polizei rufen. Ich war angezogen, man konnte definitiv nichts sehen, aber ich war gefesselt. Plötzlich wollte die Frau ohne mein Einverständnis Bilder von mir machen und drohte, diese zu verteilen. Wir waren nur zu zweit, mein damaliger Partner hatte die Hände voll zu tun mit der Person... Ich hätte in diesem Moment nicht freikommen können, wäre etwas gewesen. Mit einem ganzen entsprechenden Team, abgegrenzter Bereich und ggf mit der Stadt abgesprochen, hätte man das wohl professionell lösen können, Shibari hat hier allerdings im Vergleich zu BDSM auch einen kleinen Vorteil, dass es etwas mehr Öffentlichkeitstauglich sein kann - es wird eher toleriert, da hier Kunstform ein sehr großer Aspekt sein kann.

Es war nie meins etwas in der Öffentlichkeit zu machen, ich hab's als Gefallen getan bzw teilweise mich breit schlagen lassen dafür, aber nach dem Erlebnis und dem Vortrag über dieses Thema sowie zahlreiche ähnliche Erfahrungsberichte sage ich: In der Öffentlichkeit mit Menschen, die nicht der Szene angehören, nicht gerade bei ein Event oder so besuchen und keinen Konsens geben konnten, gehört das nicht hin.

Konsens ist für mich hier der wichtige Punkt! Das sollte uns allen wichtig sein! Nicht unser Spaß! Diese Menschen haben hierfür keinen Konsens gegeben. Wir können nicht selbst innerhalb der Szene auf Konsens pochen und uns dann selbst nicht dran halten...

Auf entsprechenden Events und meinetwegen im einsamen Wald, wo man eher fürchten muss nackt von Wildschweinen gejagt zu werden oder verlassene Orte (ggf. auch Ecken, wo zu bestimmten Zeitrahmen eh keiner unterwegs ist), kann man's vllt mal machen. Aber für den eigenen Kick Menschen quasi zu missbrauchen, die keinen Konsens gegeben haben... Da hört mein Verständnis dann auf. Das ist nicht besser als ohne Konsens jemanden zu bespielen, mit dieser Person Sex zu haben usw.

Edit: Stimme da @MissCurious zu, wenn es um subtile Dinge geht, die man von außen nicht sieht / erkennt, mag das ebenfalls in Ordnung gehen. Mir ging es jetzt hauptsächlich um die Nacktheit und / oder entsprechend klar erkennbare Handlungen, die dem BDSM Kontext zuzuordnen sind. 

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Auch danke für deinen Beitrag. Obwohl ich eigentlich darum gebeten habe, dass wir die ethisch-moralischen und rechtlichen Bedenken einmal außen vor lassen. Um vielleicht das ganze mal aus einer anderen Perspektive zu sehen, um abseits von Moral- und Verbotsgedanken nur mal den Kink selbst zu betrachten.

Ich kann natürlich deinen Standpunkt auf gewisse Weise verstehen. Es tut mir auch Leid, dass du da ein blödes Erlebnis gemacht hast. Ich persönlich habe auch schon das ein oder andere erlebt, aber ich versuche mittlerweile, ein solches Einzelereignis nicht zum allgemeinen Maßstab zu machen, nicht für mich oder andere. Ich möchte der Angst, die entstehen kann, keinen Raum geben, lieber kläre ich über potentielle Risken auf oder recherchiere diese. Shit Happens, wenn man so will - in den meisten Fällen passiert aber nichts.

Ich weiß, ich möchte die Moral draußen lassen, trotzdem interessiert es mich immer wenn Kinder in eine solche Diskussion einfließen, warum man diese vor dem Anblick einer nackten Frau schützen sollen müsste. Ich denke da nur mal an Naturvölker, bei denen das gang und gäbe ist. Mit der Zivilsation vielleicht nicht vergleich-, aber zumindest mal hinterfragbar. Oder ich baue eine Zwickmühle: Auf der einen Straßenseite ist eine nackte Frau zu sehen, auf der anderen zwei Männer die sich anschreien und handgreiflich werden, du kannst das Kind aber nur vor einem schützen - was wäre das? Und weiter: wie oft kommt es schätzungsweise vor, dass man eine nackte Frau in der Öffentlichkeit sieht, und wie oft zwei Menschen die verbale oder gar physische Gewalt ausüben?

  vor 24 Minuten, schrieb NoDoll:

Zunächst eine kleine Anmerkung. Es ist schwierig die ethischen und moralischen Aspekte außenvor zu lassen wenn im EP genau auf diese eingegangen wird. 

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Ich weiß, ich habe auch versucht so gut es ging sie an den Rand zu drängen, sie schwingen aber immer mit. Vielleicht habe ich sie auch mit erwähnt, weil ich nicht wollte, dass der Eindruck entsteht, mir wäre der Moralaspekt völlig egal. Letztlich ging es darum, so gut es geht nur den Kink selbst zu betrachten.

Aber wir können es auch gerne etwas lockern. Ich wollte nur vermeiden, dass es zu sehr in diese Ecke abdriftet.

Danke auch für deine Sichtweise.

  vor 10 Minuten, schrieb MissCurious:

Wie gesagt das Spielen mit dem Einbeziehung der Reaktion anderer Menschen, geht für mich persönlich über eine Grenze und das muss auch gesagt werden können, um die Frage zu beantworten @Jacqueline89 

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Alles gut. Ist ja in Ordnung das zu erwähnen, nur sollte es hier nicht nur darum gehen.

(bearbeitet)

Scheinbar ist es unmöglich, mal die Moralkeule im Schrank zu lassen und mal ganz objektiv auf diese Vorliebe einzugehen. Wer damit nichts anfangen kann bzw. er den Drang verspürt die Keule rauszuholen, darf auch gerne sich einen Kaffee oder Tee machen und sich mit was anderem beschäftigen.

Es wäre wirklich schade, wenn der Thread mal wieder ins OT gerät. Es ist für manche hier sicherlich ein interessantes Thema und wir wissen alle, dass es moralisch und rechtlich ein sehr heikles Thema ist, dass brauchen wir jetzt nicht in jedem Beitrag von neuen durchzukauen. Danke!

bearbeitet von Jacqueline89
(bearbeitet)
  vor 21 Minuten, schrieb Ademar:

Lustigerweise gilt der Paragraph 183 ja nur für Männer. Also rein theoretisch könnte Frau ja nackt durch die Gegend laufen...

So einfach ist es natürlich dann doch nicht.

Nacktheit in der Öffentlichkeit, als politische oder gesellschaftliche Kritik, Femenproteste, 'free Nipple Aktionen oder Bodylove Kampagne usw., finde ich richtig und gut. Gerade Bodylove fand ich gut, da es nämlich um den Körper ging, in all seinen Formen und dem nichtentsprechen des gesellschaftlichen Bildes, wie ein Körper zu sein hat.

Die Sexualisierung in unserer westlichen Gesellschaft ist sehr weit fortgeschritten. In der Werbung und allen möglichen Medien wird von unterschwellig bis ganz offensichtlich mit 'Sex sells' gearbeitet. Es wird immer noch ein verzerrtes Körperbild postuliert und transportiert. Das daraus entstehende Schamgefühl, nicht attraktiv genug zu sein.

Und damit komme ich dann zu deinem Text. Indirekt sprichst du den (nicht) jungen und
nicht so attraktiven Frauen (Erwartungshaltung?) diese Nacktheit ab, weil, das will ja scheinbar niemand sehen.

Erschwerend kommt für mich dazu, im PD, dass die nackte Person mit eindeutigen BDSM Attributen gekennzeichnet sein würde und sei es nur das Halsband und die Kette, mit der sie durch die Straßen geführt wird.

Für mich ist das der Ego Trip eines Doms. Es soll beschämend für Sub sein. Aber gleichzeitig ist es rücksichtslos gegenüber der öffentlichen Öffentlichkeit. Es hat niemand darum gebeten, das zu sehen. Es kann schockierend sein und auch ekelerregend auf Außenstehende wirken. Plug mit Schweif in den Po, alle sind froh? Denke nicht.

Du sprichst von freiheitlicher Gesellschaft, das muss sie in deinen Augen aushalten. Nein, das muss sie nicht. Persönliche Freiheit endet dort, wo anderen ihre Freiheit genommen wird und niemand hat darum gebeten, mit deiner oder unserer sexuellen Ausrichtung konfrontiert zu werden.

Ich möchte auch nicht, dass meine kleinen Kinder damit in Berührung kommen. Das würden sie noch nicht verstehen und gerade der Schutz vor Extremen ist mir persönlich wichtig.

Daher, bitte, überdenke jeder, ob es unbedingt gr sein muss, unsere Welt so in die Öffentlichkeit zu bringen. Das ist auch keine 'Öffentlichkeitsarbeit' um den BDSM gesellschaftstauglich zu machen.

Für mich bleibt es eine Provokation, die bewusst durchgeführt wird und der Gedanke, der öffentlichen Demütigung, beschränkt sich nicht nur auf die Person an der Leine.

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Ja, der Paragraph 183 ist schon eine Merkwürdigkeit. Man könnte meinen, es Bedarf hier mal einer Reform. Oder es gibt einfach keine weiblichen Exhibitionistinnen oder solche, die in die Definition der Männer passen.

Was das Absprechen von Nacktheit von älteren und weniger attraktiven Frauen angeht, dann mag das indirekt so sein und kann so verstanden werden. Das war aber nicht meine Intention, das Beispiel war rein plakativ. Vielleicht etwas zu sehr, wir können das Attribut "jung" also gern überlesen.

Was die persönliche Freiheit angeht, kann ich dich absolut verstehen. Auch für mich ist das ein Zwiespalt. Generell ist die Frage, wo beginnt und endet sie, verdammt schwer, wenn überhaupt eindeutig zu beantworten, weil wir Menschen sehr individuell sind. Was öffentliche Demütigung angeht, kann man aber auch hier Maßnahmen der Rücksicht bedenken, z.B. dass man Umsicht walten lässt, dass so gut es geht keine Kinder anwesend sind. Ich habe in dem Video, auf das du dich beziehst, auch drauf geachtet und konnte nicht wirklich welche ausmachen. Das kann natürlich gekonnt dem Schnitt zum Opfer gefallen sein, andererseits denke ich, dass man vormittags an Schultagen an einem solchen Ort auch nur wenige antreffen wird. Schulklassen oder ähnliches vielleicht, aber die erkennt man meist und lässt es dann halt sein.

Den Kink nur um des kinks Willen durchzuziehen, ohne Rücksicht auf Verluste, das soll nicht sein. Die Abwägung ist hier die Schwierigkeit.

Was die Aussage "es hat niemand darum gebeten, das zu sehen" angeht, da muss ich rein sarkastisch noch anmerken (und bitte so verstehen): Dann dürfte ich gar nicht mehr auf die Straße gehen. Ich sehe da mittlerweile so viel, worum ich nicht gebeten habe. Und damit meine ich nicht die Menschen selbst, sondern Verhaltensweisen.

bearbeitet von jackXjacqueline
  Gerade eben, schrieb Ademar:

Ich finde, auch wenn darum gebeten wurde, die Themen, welche darum herum schweben, Ethik, Moral und auch rechtliches, man kann es nicht wirklich ausblenden.

Ich bin persönlich ein Freund der 'öffentlichen' Fortführung. Jedoch nur in unserer Öffentlichkeit. 

Ich möchte das, an dieser Stelle, noch einmal hervorheben. 

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Aber dann reicht doch ein Satz und dann geht es um das persönliche empfinden. Oder wer damit gar nichts anfangen kann, muss ja auch nichts dazu schreiben. Momentan geht es hier gar nicht um die eigentliche Frage, sondern nur um die Moralfrage, die aber eigentlich nicht gewollt war. Und das ist eben schade.

Ich wünsche mir, man könnte auch mal offen über ein Thema diskutieren, mal ganz abseits von dem rechtlich/moralischen. Aber Scheinbar ist das hier irgendwie nicht möglich.

  vor 9 Stunden, schrieb jackXjacqueline:

Meine Sklavin und ich schauen uns gerne und häufig qualitativ hochwertigere BDSM-Pornografie an.

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Wow, das würde mich interessieren. Sind das bezahlte Seiten? Links sind hier nicht erlaubt, würdest Du bitte Stichworte für eine erfolgreiche Suche mit uns teilen? Oder mir privat einen Link schicken bitte?

  vor 1 Minute, schrieb Windgust:

Wow, das würde mich interessieren. Sind das bezahlte Seiten? Links sind hier nicht erlaubt, würdest Du bitte Stichworte für eine erfolgreiche Suche mit uns teilen? Oder mir privat einen Link schicken bitte?

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Ja, das sind bezahlte Seiten. Ich schreibe es mal aus: Kink dot com. Und ja, ich schätze das als qualitativ durchaus akzeptabel ein, im Vergleich zu viel anderem Material, das ich schon zu Gesicht bekommen habe.

  vor 1 Minute, schrieb NoDoll:

@jackXjacqueline mich würde interessieren was für euch der Reiz danran wäre solche Aktionen an Orten wie den genannten durchzuführen. 

Das ist nicht als Angriff gemeint. Mich interessiert der Impuls. 

Für mich ist Degrading und dergleichen etwas das viel im  Kopf stattfindet. Bei public disgrace wäre für mich die Frage ob es ausschlaggebend ist wer das Publikum sein könnte oder ob das nebensächlich ist. 

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Da muss ich erstmal genauer drüber nachdenken. Will jetzt auf die schnelle nicht was niederschreiben.

(bearbeitet)

Als Ergänzung: Da Moral, Ethik und Rechtliches hier nur schwer herauszuhalten sind, muss sie wohl mit bedacht werden. Mir ging es im Grunde nur darum, dass das Thema nicht wieder in moralische Grundsatzdiskussionen abdriftet. Weil ich gern Meinungen zum Kink selbst lesen wollte, unter allen Aspekten, aber nicht nur den oben genannten.

bearbeitet von jackXjacqueline
  vor 7 Minuten, schrieb NoDoll:

@jackXjacqueline mich würde interessieren was für euch der Reiz danran wäre solche Aktionen an Orten wie den genannten durchzuführen. 

Das ist nicht als Angriff gemeint. Mich interessiert der Impuls. 

Für mich ist Degrading und dergleichen etwas das viel im  Kopf stattfindet. Bei public disgrace wäre für mich die Frage ob es ausschlaggebend ist wer das Publikum sein könnte oder ob das nebensächlich ist. 

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Da können wir gern noch drauf eingehen, das wird nur zeitlich jetzt nicht mehr hinhauen. Und ja, da muss ich auch erst mal meine Gedanken sortieren.

  vor 7 Minuten, schrieb jackXjacqueline:

Da können wir gern noch drauf eingehen, das wird nur zeitlich jetzt nicht mehr hinhauen. Und ja, da muss ich auch erst mal meine Gedanken sortieren.

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Natürlich. Kein Grund zu Eile. 

Ich muss meine Arbeitsvermeidung jetzt auch mal unterbrechen. 😆

  vor 46 Minuten, schrieb jackXjacqueline:

Auch danke für deinen Beitrag. Obwohl ich eigentlich darum gebeten habe, dass wir die ethisch-moralischen und rechtlichen Bedenken einmal außen vor lassen. Um vielleicht das ganze mal aus einer anderen Perspektive zu sehen, um abseits von Moral- und Verbotsgedanken nur mal den Kink selbst zu betrachten.

Ich kann natürlich deinen Standpunkt auf gewisse Weise verstehen. Es tut mir auch Leid, dass du da ein blödes Erlebnis gemacht hast. Ich persönlich habe auch schon das ein oder andere erlebt, aber ich versuche mittlerweile, ein solches Einzelereignis nicht zum allgemeinen Maßstab zu machen, nicht für mich oder andere. Ich möchte der Angst, die entstehen kann, keinen Raum geben, lieber kläre ich über potentielle Risken auf oder recherchiere diese. Shit Happens, wenn man so will - in den meisten Fällen passiert aber nichts.

Ich weiß, ich möchte die Moral draußen lassen, trotzdem interessiert es mich immer wenn Kinder in eine solche Diskussion einfließen, warum man diese vor dem Anblick einer nackten Frau schützen sollen müsste. Ich denke da nur mal an Naturvölker, bei denen das gang und gäbe ist. Mit der Zivilsation vielleicht nicht vergleich-, aber zumindest mal hinterfragbar. Oder ich baue eine Zwickmühle: Auf der einen Straßenseite ist eine nackte Frau zu sehen, auf der anderen zwei Männer die sich anschreien und handgreiflich werden, du kannst das Kind aber nur vor einem schützen - was wäre das? Und weiter: wie oft kommt es schätzungsweise vor, dass man eine nackte Frau in der Öffentlichkeit sieht, und wie oft zwei Menschen die verbale oder gar physische Gewalt ausüben?

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  vor 9 Stunden, schrieb jackXjacqueline:

da diesbezüglich hier jeder sicherlich seinen eigenen Standpunkt hat, den man auch gern darlegen darf,

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Zum moralischen Absatz - du hast selbst es einem eröffnet den eigenen Standpunkt klar zu stellen.

Und für mich gehört das Benennen und erzählen solcher Einzelfälle zur Risikobewertung dazu! Hier ging es bsp. um das Risiko: Mache ich so etwas zu zweit oder lieber doch in einer Gruppe, weil man sich so besser um solche Risiken "kümmern" kann und es mehr einen professionellen Faktor bekommen kann (Kamerateam usw. soll schon öfters Wunder gewirkt haben ;)) Je "öffentlicher" ich das mache bsp. im öffentlichen Park mit sehr viel Menschenverkehr, desto höher das Risiko. Werden solche Risiken verschwiegen, kann kein informierter Konsens gegeben werden. Es ist auch keine Angstmacherei, es ist einfach mein persönlicher Grund, der das Ganze zum überlaufen brachte und endgültig den Riegel vorschob - wenn das ein Aspekt ist, wo bei anderen Menschen nicht ins Risikoprofil passt - ist es doch schön, wenn so etwas vorab bekannt wird und sie nicht diese Erfahrung selbst machen müssen - das kann auch sehr traumatisch enden und das ist für einige Menschen ein Risiko, dass sie nicht eingehen wollen. Sprich es gehört zum Aspekt "Recherche".

Das Argument mit den Kindern habe ich selbst nicht mit eingebracht, dass war ein Vorwurf der Frau ;) Ich selbst habe mir hierzu noch keine Meinung gebildet, sondern nur darum, dass ohne Konsens eben niemand einem Praktiken / Handlungen aufdrücken sollte und ich schätze, Konsens geben, wenn man nicht jede Person einzeln fragt, können Kinder da dann auch nicht, wenn das einfach so plötzlich ungefragt passiert... Persönlich halte ich dann die Reaktionen der Eltern ebenso prägend, wie ggf. solche Momente vielleicht sein könnten. Stell dir mal vor, wie das mit dem öffentlichen Spanking auf ein Kind wirkt, dass in der Familie Gewalt erlebt... Dann ist das plötzlich normal und in Ordnung, aber dem Kind ist das mit dem Konsens nicht bekannt. Beim CSD wird ja auch immer wieder diskutiert, warum Petplayer sich verkleiden sollen dürfen, dass sei doch auch total beeinflussend bei Kindern usw. (Dabei finde ich gerade bei Petplay sehen die Kids ggf. nur das Tier). Aber du schreibst es selbst: Wir sind nicht die Naturvölker - unsere Kultur, moralische Erziehung etc. ist alles anders geprägt, wir sehen Dinge gesellschaftlich als falsch / verwerflich an, die wo anders in Ordnung sind und andere Kulturen empfinden manche Verhaltensweisen von uns befremdlich / verwerflich...  Ob und inwieweit da dann so etwas so passieren darf und welchen Einfluss das hat, sollten Menschen beurteilen, die sich hier entsprechend fachlich damit beschäftigen, ich als Laie erlaube mir hier kein abschließendes Urteil dazu - ich hab hier und da Gedanken dazu, aber eben kein Fachwissen, wie sich das auswirken könnte.

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