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Zweisamkeit


Mi****

Empfohlener Beitrag

Zweisamkeit ist für mich sehr wichtig. Das macht das ganze auch schwieriger sein passenden Gegenpart zu finden.
Du sprichst einen sehr wichtigen Punkt an: die Bedeutung von Zweisamkeit, insbesondere in Kontexten wie BDSM, aber auch darüber hinaus. Hier sind einige Gedanken dazu:

Zweisamkeit als bewusste Verbindung:

Intensität und Fokus:
Wie du sagst, geht es bei Zweisamkeit um mehr als nur physische Nähe. Es ist ein Zustand, in dem man sich bewusst aufeinander einlässt, die Außenwelt ausblendet und sich voll und ganz auf den Partner konzentriert.
Diese Intensität kann in BDSM-Beziehungen besonders ausgeprägt sein, da die Praktiken oft ein hohes Maß an Vertrauen, Kommunikation und gegenseitiger Aufmerksamkeit erfordern.
Tiefe der Beziehung:
Zweisamkeit ermöglicht es, eine tiefere Verbindung zum Partner aufzubauen. Es geht darum, sich emotional, mental und manchmal auch spirituell zu verbinden.
Diese Verbindung kann in allen Arten von Beziehungen von Bedeutung sein, aber in BDSM-Kontexten kann sie durch die spezifischen Praktiken noch verstärkt werden.
Abgrenzung vom Alltag:
In unserer schnelllebigen, von Ablenkungen geprägten Welt ist es oft schwierig, wirklich präsent zu sein. Zweisamkeit bietet einen Raum, um dem Alltag zu entfliehen und sich ganz auf den Partner zu konzentrieren.
Herausforderungen im modernen Alltag:

Zeitmangel:
Der volle Terminkalender vieler Erwachsener macht es schwierig, Zeit für intensive Zweisamkeit zu finden.
Es erfordert bewusste Anstrengung und Priorisierung, um diese Zeit zu schaffen.
Unterschiedliche Bedürfnisse:
Paare haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was Zweisamkeit bedeutet und wie viel davon sie brauchen.
Es ist wichtig, offen über diese Bedürfnisse zu kommunizieren und Kompromisse zu finden.
Intimität jenseits von BDSM:
Du hast recht, dass es im Kern nicht um BDSM geht, sondern um Intimität. BDSM kann ein Werkzeug sein, um diese Intimität zu fördern, aber sie existiert auch unabhängig davon.
Intimität bedeutet, sich verletzlich zu zeigen, Gefühle und Gedanken zu teilen und eine tiefe emotionale Verbindung aufzubauen.
Wie damit umgehen?

Bewusste Planung:
Zweisamkeit sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Es ist hilfreich, feste Zeiten dafür einzuplanen.
Qualität statt Quantität:
Es geht nicht darum, möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen, sondern darum, die gemeinsame Zeit bewusst und intensiv zu gestalten.
Offene Kommunikation:
Es ist wichtig, mit dem Partner über die eigenen Bedürfnisse und Erwartungen zu sprechen.
Kleine Gesten:
Auch kleine Gesten im Alltag können die Zweisamkeit fördern, z.B. ein gemeinsames Abendessen ohne Ablenkung, ein Spaziergang oder ein tiefgehendes Gespräch.
Zweisamkeit ist ein wertvolles Gut, das in jeder Beziehung gepflegt werden sollte. Es erfordert Anstrengung, aber die Belohnung ist eine tiefere, erfüllendere Verbindung zum Partner.

Leider wollen die meisten Wdoms die ich kennenlerne nur mal schnelles Geld verdienen, so aus Erfahrung aus den letzten 12 Jahren in der Szene.
Zweisamkeit ist für mich nähe und sicherheit eine person gefunden zu haben bei der man sich selbst sein kann. Jemand mit den gleichen Interessen den gleichen hobbies etc. Und im kink Kontext jemanden dem man sich einfach am ehrlichchsten sein kann eine Person bei der die Konvention der Gesellschaft einfach mal egal sind. Wichtig bei mir ist das es keine Person ist der man sich unter ordnet man ist auf einer Augenhöhe und gibt sich der person einfach nur aus passion und naja liebe hin.

Sicher ist Zweisamkeit wichtig. Nur wie jede Beziehung unterliegen auch BDSM-Beziehungen der Erosion des Alltags. Das Thema BDSM hält einen vielleicht mehr zusammen weil es schwer ist einen passenden Partner zu finden. Aber das ändert am Stress des täglichen Lebens nur wenig.

Mal Deine – m,E. sehr passenden – Vokabeln in meine Antwort einwebend:

Sich die Zeit zu füreinander _nehmen_ (es ist eine bewusste Handlung!) und das Außenrum zur Nebensache werden zu lassen, ist für mich/uns beziehungs-überlebenswichtig!!

Sie wird als „We-Time“ – neben der „Me-Time“, also Zeit für sich selbst und die Selbstfürsorge – bisweilen sogar fest in den Kalender eingeplant. Mal nur ein oder zwei Stunden, mal ein Wochenende oder länger (was purer Luxus ist!). Und es müsste die Welt untergehen oder zumindest jemand nahestehendes in ernsthaften Schwierigkeiten geraten, um dann davon abzuweichen. Diese füreinander reservierte, sehr kostbare „Zeit zu zweit“ für etwas zu missbrauchen, was schon lange rumliegt und „unbedingt mal getan werden müsste“, wäre ein absolutes NoGo!

Und auch die sonst omnipräsenten Kinder haben früh lernen müssen, dass ab 20 Uhr „Me-“ und „We-Time“ ansteht. Weil sie wichtig ist, um die Akkus wieder aufzuladen … um am nächsten Tag wieder Kraft zu haben, auf die Bedürfnisse der kleinen Racker einzugehen.

Die „We-Time“ ist davon geprägt, sich mit dem anderen und seinem Befinden auseinanderzusetzen, von einem aufeinander eingehen und einander unbedingt guttun. Sie hat keinen Raum für vermeintliche „Oberflächlichkeiten“ wie ein Filmabend oder einen Konzertbesuch, während dem zwei zwar das Erlebnis miteinander teilen, jedoch nicht dabei sich selbst (das käme dann nämlich erst danach, wenn man sich über das Erlebnis austauscht). Auch das Erörtern von (Beziehungs)Problemen und die Entwicklung tragfähiger Lösungen hat in der „We-Time“ keinen Platz (Hierfür gibt es ein eigenes Setting).

„We-Time“ bedeutet nicht Intimität im sexuellen Sinne (zumindest nicht zwangsläufig) – sie bedeutet zuvorderst Intimität im Geiste, hergestellt u.a. durch das absolute präsent-sein im Hier und Jetzt des jeweils anderen. Genau das hat sie auch mit „meinem“ BDSM gemein. Und somit ist jedes BSDM-Play auch „We-Time“. Doch nicht jede „We-Time“ ein BDSM-Play.

Wie immer meine (subjektive) Sicht der Dinge : Andere Pärchen – andere Ansichten.

Sub007-MissGnadenlos
Zweisamkeit ist in einer Beziehung enorm wichtig. Egal was man dabei macht, Hauptsache man ist zu zweit. Und da wir eine gewollte Fernbeziehung führen ist diese Zeit umso intensiver. Auch bei uns ist es egal ob " normal" oder im Machtgefälle, nur wichtig das wir zusammen sind. Gerade wenn wir getrennt von einander sind geben uns Videochats viel. Und können die Zeit gut überbrücken. Die letzten Tage vor dem Wiedersehen, wie jetzt, sind zwar gefühlt lang, aber dieses Kribbeln und die Sehnsucht nach dem anderen umso größer. Da spürt man erst richtig wie viel Zweisamkeit wir brauchen.
  Vor 5 Stunden, schrieb Sub007-MissGnadenlos:
Zweisamkeit ist in einer Beziehung enorm wichtig. Egal was man dabei macht, Hauptsache man ist zu zweit. Und da wir eine gewollte Fernbeziehung führen ist diese Zeit umso intensiver. Auch bei uns ist es egal ob " normal" oder im Machtgefälle, nur wichtig das wir zusammen sind. Gerade wenn wir getrennt von einander sind geben uns Videochats viel. Und können die Zeit gut überbrücken. Die letzten Tage vor dem Wiedersehen, wie jetzt, sind zwar gefühlt lang, aber dieses Kribbeln und die Sehnsucht nach dem anderen umso größer. Da spürt man erst richtig wie viel Zweisamkeit wir brauchen.
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Richtig suby das Kribbeln die Sehnsucht

Mir ist Zweisamkeit wirklich sehr wichtig. Die haben wir auch jeden Tag in den gemeinsamen Momenten. Und am Abend schlafen wir zusammen ein...

Intensive gemeinsame Zeit mit gezielten Erlebnissen ist uns natürlich auch sehr wichtig. Aber das meint nicht nur bdsm. Wir haben viele schöne gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen daran, die mit bdsm exakt 0 zu tun haben... Zweisamkeit braucht für mich schon eine Verbindung und wäre für mich in einer Partnerschaft am größten. So sein zu können, wie man ist und alles teilen zu können. 

Bdsm kann allerdings auch ohne Partnerschaft intensiv sein. Bei einer Partnerschaft muss diese für mich zuerst kommen, denn während ich mich mit einer Sub zum Spielen treffen kann, funktioniert in einer Partnerschaft bdsm nur, wenn die Beziehung läuft. 

  vor 15 Stunden, schrieb TaliX:

Beziehungsqualität ist kein BDSM-Merkmal

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Das finde ich auch @TaliX

Es kann passieren, dass Zweisamkeit die Vorstufe von Einsamkeit ist. Aber wie sang es Georges Moustaki so schön in seinem Lied "ma solitude": "Nein, ich bin niemals allein - mit meiner Einsamkeit" 😉
Ich denke, dass BDSM ein Tool sein kann um wieder mehr Zweisamkeit herzustellen, bzw. sich darauf noch etwas mehr zu fokussieren als man es sowieso sollte. Es wird viel darauf ankommen, wie viel Zeit man sich, unabhängig vom BDSM, füreinander freischaufeln kann.
Intimität ist schon eher das Wort, welches mir in dem Kontext gefällt. Es braucht für Intimität keine sexuellen Interaktionen, sie kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Das teilen meiner Playlist empfinde ich z.B. als Intim, oder ein Foto von neu gekauften Klamotten. Dass man an der Intimität und der Zweisamkeit arbeitet, bzw. sich die Zeit nimmt, sollte sowohl in BDSM Konstellationen als auch in Vanilla Beziehungen, hohe Priorität genießen. Natürlich ist es etwas besonderes für eine "Session" den ganzen Abend einzuplanen, aber auch Vanilla's werden das, nur ein bisschen anders, tun. Da ich mit dem Wort Intimität besser klarkomme.. Es gibt ja verschiedene "Beziehungstypen", allerdings fällt mir der richtige Begriff dafür gerade nichtmehr ein, die auf unterschiedliche Weise Ihre Liebe zeigen (Zeit miteinander/Präsente/körperlich) etc, diese gibt es bei Intimität bestimmt auch. Jeder zeigt sie anders.
  vor 29 Minuten, schrieb xxSlayyx:

 Es gibt ja verschiedene "Beziehungstypen", allerdings fällt mir der richtige Begriff dafür gerade nichtmehr ein, die auf unterschiedliche Weise Ihre Liebe zeigen (Zeit miteinander/Präsente/körperlich) etc, diese gibt es bei Intimität bestimmt auch. Jeder zeigt sie anders.

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Meinst du die "5 Sprachen der Liebe?" 

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